Am 12. August 2026 beginnt die Anwendung der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Sie gilt unmittelbar in allen EU-Mitgliedsstaaten – ohne nationale Übergangsregelungen. Betroffen sind alle Unternehmen, die Verpackungen herstellen, importieren, in Verkehr bringen oder gewerblich verwenden.
Dazu zählen ausdrücklich auch Transportverpackungen wie Umreifungsbänder, Stretchfolien, Palettenumhüllungen und Kantenschutzlösungen.
Damit ist klar: Die PPWR betrifft Ihre Ladeeinheitensicherung direkt.
Was ist die PPWR – und worum geht es wirklich?
Die PPWR ersetzt die bisherige Verpackungsrichtlinie und verfolgt zentrale Ziele:
- Reduzierung von Verpackungsabfällen
- Verpflichtende Recyclingfähigkeit
- Höherer Einsatz von Rezyklaten
- Ausbau von Mehrwegsystemen
Die Verordnung greift tief in industrielle Verpackungsprozesse ein. Es geht nicht nur um nachhaltigere Materialien, sondern um ein Zusammenspiel aus Konstruktion, Materialeinsatz, Dokumentation und Systemnachweis.
Welche konkreten Anforderungen betreffen die Ladeeinheitensicherungen?
Mehrwegquote ab 2030:
Für Transportverpackungen ist ab 01.01.2030 eine 40 %-Mehrwegquote vorgesehen.
Mindestrezyklatanteile bei Kunststoff:
- 35 % PCR ab 2030
- 65 % PCR ab 2040
Das betrifft insbesondere Stretchfolien und Kunststoff-Umreifungsbänder.
Recyclingfähigkeit und Dokumentationspflicht: Ab 2030 werden verbindliche Recyclingfähigkeitsklassen eingeführt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an technische Nachweise und Lieferantenerklärungen deutlich.
Ein entscheidender Punkt: Transportsicherheit bleibt zwingend.
Eine Umstellung auf Rezyklat oder alternative Materialien darf die Sicherungswirkung nicht verschlechtern. Gerade in automatisierten Prozessen sind gleichwertige Mehrweg-Alternativen derzeit nicht flächendeckend verfügbar.
Entlastung bei Mehrweg – aber nicht überall
Eine wichtige Nachricht für viele Betriebe: Die besonders strengen 100-Prozent-Mehrwegvorgaben für bestimmte Anwendungsfälle bei Stretchfolie und Umreifung wurden für diese Formate durch einen delegierten Rechtsakt entschärft.
Das bedeutet jedoch nicht, dass das Thema erledigt ist. Die allgemeine Systemlogik rund um Transportverpackungen und mögliche Mehrwegquoten bleibt weiterhin relevant. Vor allem bei grenzüberschreitenden Transporten ist die Entwicklung noch nicht abschließend geklärt. Unternehmen sollten die regulatorische Lage deshalb aufmerksam weiterverfolgen.
Was bedeutet das für Ihren Betrieb?
Die PPWR betrifft drei Ebenen gleichzeitig:
- Materialebene – Rezyklatanteil, Recyclingfähigkeit, Sortenreinheit.
- Prozessebene – Materialreduktion, Maschineneinstellung, Stabilitätsnachweis.
- Dokumentationsebene – Nachweispflichten, Lieferantenerklärungen, technische Spezifikationen.
Nur wenn alle drei Ebenen zusammenspielen, entsteht regulatorische Sicherheit.
Warum Kemapack-Kunden vorbereitet sind:
Kemapack beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Rezyklatbändern, PCR-Stretchfolien, Materialreduzierung, sortenreinen Lösungen und belastbaren Sicherungskonzepten.
Wir verfolgen die Entwicklungen rund um die PPWR kontinuierlich und entwickeln unser Produktsortiment entlang der jeweils geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen weiter.
Unternehmen, die sich frühzeitig mit zukunftsfähigen Lösungen auseinandersetzen möchten, finden in unserem Sortiment eine fundierte Basis für kommende Anforderungen.
Eine thematisch strukturierte Übersicht über den aktuellen Informationsstand inklusive Produktauswahl im Kontext der PPWR finden Sie hier:
https://www.kemapack.com/de/ppwr/
Zu den Lösungen zählen unter anderem:
Wie gehen Sie jetzt sinnvoll vor?
- Bestand aufnehmen: Welche Materialien setzen Sie aktuell ein?
- Sicherheitsniveau prüfen: Bleibt die Sicherungswirkung stabil?
- Dokumentation absichern: Technische Daten und Lieferantenerklärungen prüfen.
- Planung bis 2030 / 2040: Frühzeitige Umstellung reduziert Anpassungsdruck.
Fazit:
Die PPWR ist eine strukturelle Veränderung im Verpackungsmarkt.
Unternehmen, die frühzeitig reagieren, vermeiden Zeitdruck, sichern Lieferfähigkeit und reduzieren regulatorische Risiken.
Sie möchten wissen, wie Ihre aktuelle Ladeeinheitensicherung im Hinblick auf die PPWR einzuordnen ist?
Wir unterstützen Sie gerne mit einer technischen Bewertung Ihres Systems.