Arbeitssicherheit beim Umreifen

Das Umreifen ist eine bewährte, si­chere Transportverpackungsart.
Folgende Sicherheitsaspekte sollten jedoch berücksichtigt werden:

  • Beim Arbeiten Augen-, Gesichts- und Handschutz (schnittfeste Handschuhe) tragen! 
  • Mit den Fingern nicht in den Spannrad-Bereich von Akku-Umreifungsgeräten greifen!
  • Während dem Umreifen dürfen sich keine Hände und andere Körperteile zwischen Band und Packgut befin­den! 
  • Beim Spannen kann das Umreifungsband reißen! Nicht in der Flucht des Bandes stehen! 
  • Beim Durchschneiden des Bandes den oberen Teil festhalten und ab­seits stehen, da der untere Bandteil aufspringt!

Blasfolie / Blasstretchfolie

Unter Blasfolie versteht man Folie bzw. Stretchfolie, die aus Thermoplasten mithilfe einer Blasfolienanlage hergestellt wird.

Im Produktionsprozess wird das thermoplastische Material, häufig Polyethylen (PE), geschmolzen und durch eine Ringdüse gepresst. Das geschmolzene Material wird von innen aufgeblasen und gleichermaßen von innen und außen mit Luft abgekühlt.

Blasfolie ist sowohl in Längs- als auch in Querrichtung gleichermaßen reißfest. Neben der Folien aus nur einem Material (Mono-Blasfolie) lassen sich im Blasverfahren auch Folien herstellen, die aus mehreren Schichten (sog. Coextrusionsblasfolie) unterschiedlicher Materialien gefertigt werden. Auf diese Weise können unterschiedliche Eigenschaften einzelner Materialien miteinander kombiniert werden.

Blasfolie oder Castfolie beim Stretchen einsetzen?

Bei der Herstellung von Stretchfolien unterscheidet man zwei Verfahren, das Blasverfahren (Blasfolie) und das Gießverfahren (Castfolie).

Cast-Stretchfolie
Stretchfolien, die in Laufrichtung gut gedehnt/gereckt werden können und sich weniger in Querrichtung zusammenziehen. Dadurch bleibt mehr Folienbreite für den Stretchprozess erhalten. Geringes Abrollgeräusch.

Blas-Stretchfolie
Stretchfolien, die geringere Rückstellkräfte oder niedrigere Reißkräfte haben oder sich stärker in Querrichtung zusammenziehen und weniger in Längsrichtung. Im Ladungssicherungsbereich ist aber nur Rückstellkraft in Längsrichtung sinnvoll. Hohes Abrollgeräusch.

Unser Rat: Nutzen Sie den Erfahrungsschatz eines fachkundigen Beraters.

Castfolie / Cast Strechfolie

Zur Herstellung von Castfolie / Cast Stretchfolie wird der thermoplastische Folienrohstoff im Extruder aufgeschmolzen, und dann im Gegensatz zur höherwertigeren Blasfolie anschließend auf eine breite, schlitzförmige Düse verteilt. Die flüssige Granulatschmelze wird dannauf eine laufende, wassergekühlte Walzen aufgebracht. Neben hoher Transparenz des Fertigprodukts ist der große Vorteil des Cast-Verfahrens eine deutlich höhere Produktionsgeschwindigkeit, was zu günstigeren Preisen führt. Dies ist auch hauptsächlich der Grund dafür, dass ca. 80% aller Stretchfolien als Castfolie hergestellt werden.

Kantenschutz und Umweltschutz

KEMA-Kantenschutzwinkel bestehen aus Papier, größtenteils sogar aus Altpapier. Sie können problemlos mit Ihrer Altpappe entsorgt werden.

Durch Verwendung von Kantenschutzwinkeln können Sie sich oftmals auch den Einsatz von Umkartons sparen. 

Kantenschutzwinkel und -ecken als Hilfsmittel bei der Umreifung

Kantenschutzecken und Kantenschutzwinkel gibt es in den unterschiedlichsten Formen, Farben, Stärken und Materialien. Weit verbreitet sind Kantenschutzecken aus Kunststoff und Kantenschutzwinkel aus Karton.

Im Zusammenhang mit der Umreifung 

  • vermeiden Kantenschutzecken und -winkel unerwünschte Druckstellen auf dem Packgut 
  • verhindern Kantenbeschädigungen während Transport und Lagerung 
  • verbessern die Kraftverteilung der Umreifungsbänder über die gesamte Länge

Mobil oder stationär umreifen?

Wenn an verschiedenen Standor­ten im Unternehmen umreift wer­den muss, sind leichte, handliche Umreifungsgeräte am besten geeignet. Die modernste Lösung stellen netzunabhängige, akkubetriebene Umreifungsgeräte dar.

Wird immer am gleichen Standort umreift, erleichtern Gerä­teaufhängevorrichtungen, Bandum­führungsvorrichtungen oder Fördermittel die Arbeit. Ebenfalls empfeh­lenswert, wenn oft umreift werden muss: pneumatisch oder elektrisch angetriebene Handapparate.

Bei grösserem Umreifungsvolumen lohnt es sich, das Preis-/Leistungsverhältnis einer automa­tischen Umreifungsmaschine gegenüber dem manuellen Umreifen zu prüfen.

Unser Rat: Nutzen Sie den Erfahrungsschatz eines fachkundigen Beraters.

Sicherheitsscheren - ein wichtiger Helfer für mehr Arbeitssicherheit

Sicherheitsscheren werden verwendet zum Zuschneiden von Bandstücken, wenn der Bandabroller nicht an den Einsatzort mitgenommen wird, aber vor allem zum Lösen bzw. Entfernen von Umreifungbändern.

Zum Öffnen von Umreifungsbändern - insbesondere von Stahlumreifungsbändern - sollten grundsätzlich nur Sicherheitsscheren unter Verwendung von Arbeitshandschuhen eingesetzt werden.

Stretchen mit hohen oder niedrigen Rückstellkräften?

Niedrige Rückstellkräfte

Das gesamte Reckvermögen der Stretchfolie bis an die Grenze ausnutzen, um eine Erlahmung der Rückstellkräfte zu nutzen. Beispielsweise um leichte, einwellige Kartonagen oder drucksensible Packstücke nicht einzudrücken.
 

Hohe Rückstellkräfte

Stark reckbare Folie nur zu 60 oder 70 % ausnutzen, da die Folie bei schwerem Packgut hohe Rückstellkräfte haben muss, um eine hohe Ladungssicherung zu erzielen.

Unser Rat: Nutzen Sie den Erfahrungsschatz eines fachkundigen Beraters.

Stretchen mit vorgereckter Folie oder mit nicht vorgereckter Stretchfolie?

Vorgereckte Stretchfolie
Der Unterschied zu herkömmlicher Stretchfolie besteht darin, dass sie bei der Produktion schon in Längsrichtung vorgedehnt wird.

Die dadurch resultierenden Vorteile für Sie sind:

  • Kein Vordehnen der Folie nötig.
  • Sie sparen im Folienverbrauch und Ihr Kunde an Entsorgungskosten.
  • Die vorgedehnte Folie kann mit einem Minimum an Kraftaufwand einfach um die Palette gewickelt werden.
  • Die vorgedehnt Folie kann auf allen Halbautomaten ohne Vorreckung verarbeitet werden.


Die dadurch resultierenden Nachteile für Sie sind:

  • Wirklich warengerechte Reckung der Folie kann nur vor Ort erfolgen.
  • Vorreckung der Folie durch den Hersteller ist vergleichsweise teuer.
  • Höhere Transportkosten durch ein größeres Transportvolumen.
  • Vorgereckte Folie ist immer konstant und nicht mehr anpassbar.
  • Durch die Lagerdauer erlahmt die Rückstellkraft der Folie.


Unser Rat: Nutzen Sie den Erfahrungsschatz eines fachkundigen Beraters.

Umreifen Stretchen Schrumpfen

Beim Umreifen wird eine palettierte Ladung mit einem Umreifungsband aus PET-  PP- oder Stahl umreift und so gesichert.

Bei sehr labilen Palettenladungen wie leeren Dosen oder schweren, palettierten Gütern wie Bogenpapier dient das Stretchen als Stabilisierung, insbesondere zur Erhöhung der Verbindung zwischen Ladeträger und Ladegut. Ebenfalls bietet der Einsatz von Stretchfolie Schutz vor Staub, Witterungseinflüssen und Diebstahl.

Beim Schrumpfen wird eine Haube aus Kunststofffolie über die Ladung gestülpt und das Ganze einer Wärmewirkung ausgesetzt. Die Folie schrumpft zusammen und umschliesst so die Ladung hauteng. 

Alle Verfahren werden eingesetzt, um instabile Ladungen für den Güterumschlag und den Transport zu sichern.

Unser Rat: Lassen Sie sich vor einer Anschaffung von einem Fachmann beraten!

Umreifen und Umweltschutz

Verpackungsstahlbänder können zusammen mit dem üblichen Altmetall entsorgt werden.

Umreifungsbänder aus PP und PET lassen sich grundsätzlich "recyklie­ren". Es muss jedoch darauf geach­tet werden, dass die Bänder nach Kunststoffart getrennt und nicht zu stark verschmutzt sind.
Zudem ist es möglich, Polyester- und Polypropy­lenband thermisch zu verwerten.

Auch Qualitäts-Kunststoffband wird zunehmend aus Recycling-Material hergestellt. Insbesondere Recylingabfälle aus PET-Flaschen dienen hier als Rohstoff.

Umreifung als Ergänzung beim Stretchen und Schrumpfen

Beim Stretchen wird eine palettier­te Ladung mit einer dehnbaren Stretchfolie umwickelt und so gesichert. 
Beim Schrumpfen wird eine Haube aus Kunststofffolie über die Ladung gestülpt und das Ganze einer Wärmewirkung ausgesetzt. Die Folie schrumpft zusammen und umschliesst so die Ladung hauteng. 
Beide Verfahren werden eingesetzt, um unstabile Ladungen für den Güterumschlag und den Trans­port zu sichern. Die Stretch- und Schrumpffolie soll aber auch Schutz vor Staub, Witterungseinflüssen und Diebstahl bieten. Bei sehr labi­len Palettenladungen wie leeren Do­sen oder schweren palettierten Gütern wie Bogenpapier dient das Umreifen mit Umreifungsband als zusätzliche Stabilisierung, insbesondere zur Erhöhung der Verbindung zwischen Ladeträger und Ladegut.

Umreifung als Ergänzung zum Kleben und Heften

Nicht immer genügt es, Kartonagen mit Klebebändern und/oder Heftklammern für den Transport ausreichend zu sichern. Zum Beispiel bei schweren Gütern. Aber auch, wenn die Gefahr besteht, dass die Kartonverpackung durch mechanische Belastungen wie Stöße oder durch Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit beschädigt wird. Zusätzliche Sicherheit bietet dafür die ergänzende Umreifung. Bei Paketen und Schachteln dient die Umreifung oft auch als Traghilfe.

Umreifung mit Stahlband oder Kunststoffband?

Transportierte oder gelagerte Güter sind verschiedenen Belastungen ausgesetzt, z.B.: Transportbedingte Einflüsse

Folgende transportbedingte Einflüsse belasten Packgut und Umreifung:

  • Erschütterungen, z.B. beim Überfahren von Schlaglöchern 
  • Zu wenig schonendes Heben und Absetzen einer Ladung 
  • Vibrationen allgemein 
  • Klimatische Einflüsse
    Klimatische Veränderungen (Feuch­tigkeit, Temperaturschwankungen) können bewirken, dass das Volumen eines Packgutes schrumpft oder sich ausdehnt.
  • Menschliche Einflüsse
    Zu hohe Stapelung mehrerer Paletten übereinander (Stauchung) kann dazu führen, dass die unteren Ladungen zusammengedrückt werden. Dadurch locker gewordene Bänder schützen das Packgut nicht oder nur ungenügend. Deshalb ist bei der Wahl "Stahlband oder Kunststoffband" die Erhaltung der Spannwirkung das wichtig­ste Kriterium. Das Packgut ist op­timal umreift, wenn das Band trotz Belastungen immer eng am Packgut anliegt.


Ein weiteres Kriterium: Die Reißkraft des Umreifungsbandes 
Schwere Packgüter, be­spielsweise Maschinen und Coils, die auf Paletten zu sichern sind, benötigen ein Umreifungsband mit hoher Reißkraft.

Unser Rat: Die Preisbildung beim Umreifungsband ist immer eine Frage des Gewichts. Das Gewicht wiederum steht in direktem Zusammenhang mit der Reißkraft. Achten Sie also auf die Reißkraftangabe, wobei hier unterschieden wird in Mindest-Reißkraft und durchschnittliche Reißkraft. (Die europäische Norm DIN EN 13394 spricht grundsätzlich nur von Mindest-Reißkraft!)

Unterschiedliches Verhalten von Stretchfolie

Unterschiedliche Packgüter benötigen auch Stretchfolien mit unterschiedlichem Verhalten. 
So brauchen z.B. leicht verformbare Packgüter eine andere Folie als ein unregelmäßig geformtes Packgut mit Ecken und Kanten.

Unser Rat: Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten.

Unterschiedliches Verhalten von Umreifungsbändern

Unterschiedliche Packgüter benö­tigen auch Umreifungsbänder mit unterschiedlichem Verhalten. So brauchen z. B. Stein- und Stahl­pakete ein anderes Band als feucht gestapelte Holzpaletten. Die Entscheidung, mit welchem Band umreift werden soll, hängt von vielen Faktoren ab.

Unser Rat: Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten.

Vertikal oder horizontal stretchen?

Nur vertikales Stretchen

Für spezielle Fälle, z.B. bei Holzpaneelen, Dekostangen, Kunststoffschienen, Zierleisten zum Sichern einer stabilen Einheit, zum Paketieren von Produkten aus Metall, Holz, Kunststoff usw.

Nur horizontales Stretchen

Die häufigste Stretchart, z.B. in der Transportbrache für das Sichern von gestapelten Gütern - häufig in Verbindung mit Kantenschutzprofilen - zum Zusammenhalten von gestapelten Einheiten.

Vertikale oder horizontale Umreifung?

Vertikale Umreifung

Die häufigste Umreifungsart, z.B. bei Drucksachen wie Zeitungen und Zeitschriften, Mailing-Bündeln, bei Paketen oder Schachteln, bei Einzelstückgütern, bei relativ stabil gestapelten Gütern, zum Sichern einer stabilen Einheit, zum Paketieren von Produkten aus Metall, Holz, Beton usw.


Horizontale Umreifung

Für spezielle Fälle, z.B. in der Baustoffindustrie für das Sichern von gestapelten schweren Gütern und wenn nur über relativ kurze Distanz transportiert wird, für den Obst- und Gemüsetransport zusammen mit Kantenschutzprofilen, zum Zusammenhalten von gestapel­ten Einheiten.


Kombinierte vertikale und horizontale Umreifung 

Wird beispielsweise angewendet für gestapelte Güter in der Baustoffindustrie. Die horizontale Umreifung dient dabei als zusätzlicher Schutz vor Verrutschen und Auseinanderfallen.

 

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Warum Kantenschutz nötig ist


Kantenschutz schützt die Kante selbst vor Beschädigung und verhindert auch, dass eine Kante Personen oder anderen Objekten Schaden zufügt. 

Zum Schutz von Zurrgurten und Ladung. 
Zur Erhöhung der Sicherheit und Stabilität der Packstücke und Paletten. 
Zum Schutz vor Kantenbeschädigungen während Transport und Lagerung. 
Zur Erhöhung der Stapellastfähigkeit durch Innenverstärkung der Kartons. 
Zur Einsparung von Umkartons. 

Im Zusammenhang mit dem Stretchen: 
Beim Stretchen wirken hohe Rückstellkräfte auf die Seitenflanken (vor allem bei Pre- und Power-Stretch-Anwendungen), wodurch die Kanten eingedrückt werden können. Auch scharfkantige Packgüter sollten nur mit Kantenschutz gestretcht werden, da sich bereits beim Stretchvorgang Risse bilden können. 
Im Zusammenhang mit dem Umreifen: 
Beim Umreifen wirken hohe Kräfte auf eine kleine Auflagefläche, wodurch die Kanten eingedrückt werden können. Kantenschutz verbessert die Kräfteverteilung der Umreifungsbänder über die gesamte Länge und vermeidet so unerwünschte Druckstellen auf dem Packgut. 

Kantenschutzecken und Kantenschutzwinkel gibt es in den unterschiedlichsten Formen, Farben, Stärken und Materialien. Weit verbreitet sind Kantenschutzwinkel aus Pappe und Kantenschutzecken aus Kunststoff.

Warum wird gestretcht?

Zum Verbinden von Einzelstückgütern.
Zum Bilden von kompakten Ladungseinheiten. 
Zum Sichern vor Verschieben oder Umkippen.
Zum Sichern von gestapelten Gütern vor dem Auseinanderfallen.
Zum Schützen vor Staub, Schmutz, Feuchtigkeit und anderen Umwelteinflüssen.

Die Rechtslage ist vereinfacht ausgedrückt so, dass transportierte Ladung niemanden gefährden oder belästigen und nicht herunterfallen darf. Konkret heißt dies: Jede Ladung ist so zu sichern, dass bei normalen Fahrverhältnissen ein Verschieben oder gar Herunterfallen ausgeschlossen ist.

So vielfältig die Transportmittel sind, seien es Gabelstapler, LKW, Bahn, Schiff oder Flugzeug, so unterschiedlich sind die daraus resultierenden Belastungen und Gefahren ebenfalls.

Neben dem Transportschutz bietet das Stretchen ebenfalls einen Schutz vor Diebstahl, Staub und Umwelteinflüssen wie z. B. Regen und Sonnenlicht.

Unser Rat: Lassen Sie sich vor der Anschaffung einer Stretchmaschine von einem Fachmann beraten!

Warum wird umreift?

Egal, ob Sie Umreifungsbänder aus PP, PET oder Textilumreifungsband und Verpackungsstahlband verwenden. Die Möglichkeiten der Umreifung reichen von:

  • Zum Bündeln von Drucksachen
  • Zum Verschließen von Paketen und Kartonschachteln
  • Zum Sichern vor Verschieben oder Umkippen
  • Zum Bilden von kompakten La­dungseinheiten
  • Zum Bündeln von Einzelstückgütern
  • Zum Sichern von gestapelten Gü­tern vor dem Auseinanderfallen 
  • Die Rechtslage ist vereinfacht ausgedrückt so, dass transportierte Ladung niemanden gefährden oder belästigen und nicht herunterfallen darf. Konkret heisst dies: Jede Ladung ist so zu sichern, dass bei normalen Fahrverhältnissen ein Verschieben oder gar Herunterfallen ausgeschlossen ist.
  • So vielfältig die Transportmittel sind, seien es Gabelstapler, LKW, Bahn, Schiff oder Flugzeug, so unterschiedlich sind die daraus resultierenden Belastungen und Gefahren ebenfalls.
  • Neben dem Transportschutz bietet das Umreifen ebenfalls einen gewissen Schutz vor Diebstahl, bedruckte Umreifungsbänder stellen ein manipulationssicheres Siegel dar.
  • Unser Rat: Lassen Sie sich vor einer Anschaffung von einem Fachmann beraten!

Was sind "Kantenschutzwinkel"?

Kantenschutzwinkel (oder auch Kantenschutzleisten) definieren wir branchenweit meist als mehrlagige Profile aus Graukarton/ Kraftliner oder Verbundmaterial. Sie dienen sowohl dem Schutz der Ware vor Beschädigung durch Ladungssicherungsmittel (z.B. Umreifungsband oder Stretchfolie) als auch dem Schutz vor Schäden, die durch die Manipulation der Ware in der Logistikkette erfolgen können.

Welche Bandbreite und Bandstärke beim Umreifungsband?

Eine Wissenschaft für sich, denn viele Faktoren spielen hier mit: Einerseits beeinflusst das Packgut selber die Wahl des Umreifungsbandes, andererseits sind Belastungen und Umwelteinflüsse beim Transport und bei der Lage­rung ebenfalls zu berücksichtigen. Ob per Bahn, Lastwagen, Schiff oder Flugzeug transportiert, die mechanischen und klimatischen Belastungen sind unterschiedlich.

Grundsätzlich gilt für die Wahl der Bandbreite und Banddicke folgendes:

  • Nur so breites und dic­kes Umreifungsband wie notwendig! (aus Kostengründen)
  • Je kleiner ein Pack­gut, desto schmäleres Umreifungsband! (So wird in der grafischen Industrie für das Umreifen von Zeitschriften und Zeitungsbunden sogenan­ntes Kunststoff-Schmal­band mit Bandbreiten von 5-6 mm breit eingesetzt.) 
  • Je grösser ein Pack­gut, desto breiteres Umreifungsband! (Beim Kunststoffband findet man üblicherweise Bandbreiten bis 19 mm und beim Stahlband bis 32 mm.) 
  • Ähnlich verhält es sich mit der Banddicke: Je schwerer ein Packgut, de­sto dickeres Umreifungsband muss verwendet werden, um eine optimale Sicherheit beim Transport zu gewährleisten. 

Unser Rat: Überlassen Sie die Wahl des Bandes einem Umreifungsspezialisten!

Welche Sorte Kantenschutz benötigen Sie?

Je nachdem, ob Ihr Produkt schwer oder leicht, stabil oder instabil ist, benötigen Sie entweder lange oder kurze, dicke oder dünne Schenkel. Da diese Entscheidung sich auch auf den Preis auswirkt, raten wir Ihnen, sich von einem fachkundigen Mitarbeiter beraten zu lassen. 

Hier sind einige Beispiele für Waren, die verschiedene Kantenschutzarten benötigen, aufgeführt: 

Zum leichteren Umreifen von Wellpappkartons: 
Kantenschutzecken aus Kunststoff mit Dorn: haften durch einfaches Andrücken am Karton und können dadurch während des Umreifungsvorgangs nicht herunterfallen. 

Bei schweren Lasten: 
Schwerlast-Kantenschutzecken aus Kunststoff: um Ihre Zurrgurte und die Ladung einerseits zu schützen und andererseits eine bessere Kraftverteilung an den Zurrgurtenden zu erreichen. 

Zum einfachen Kantenschutz: 
KEMA-Kantenschutzwinkel aus Karton: vermeiden die Beschädigung von Kanten und erhöhen gleichzeitig die Stabilität der Packstücke und Paletten. Auch in stärkerer Ausführung lieferbar. 

Runde oder ovale Produkte: 
KEMAflex-Kantenschutzwinkel aus Karton: einer der beiden Schenkel wird mit V-förmigen Ausstanzungen versehen, wodurch der Winkel biegsam wird. Der Abstand der Stanzungen hängt vom Durchmesser des Packgutes ab. 

Leicht zerbrechliche Produkte: 
KEMAform-Kantenschutzprofile aus PE-Schaum: z.B. für Spiegel und Glaswaren. 

Plattenwaren (z.B. Tischplatten): 
U-Kantenschutzprofile aus Karton: für den Kantenschutz von Plattenware. 

Innenverstärkung von Kartons: 
KEMA-Kantenschutzwinkel aus Karton: Erhöhung der Stapellastfähigkeit durch Innenverstärkung der Kartons. 

Bedingt wasserabweisend: 
AQUATEC-Kantenschutzwinkel aus Karton: eine Weiterentwicklung der bekannten KEMA-Kantenschutzwinkel. Sie bestehen ebenfalls nur aus Recyclingpapier, wobei die äußerste Papierbahn aus nassfestem Papier besteht. Dadurch sind die Winkel weitgehend gegen Spritzwasser geschützt. 

Wasser- und Wetterfest:
EBIPLAST-Kantenschutzwinkel: werden aus Abfallpapier der Getränkeindustrie hergestellt. Unter Hitzeeinwirkung werden die PE-beschichteten Kraftpapierbahnen miteinander verschweißt, so dass ein wasser- und wetterfester Winkel entsteht. Die Außenseite ist aluminiumfarben. 

Empfindliche Kantenbereiche: 
KEMAwell-Flachprofile aus Karton: Wellpappe, in mehreren Lagen sorgfältig miteinander verleimt, wird zu polsternden Formteilen verarbeitet und schützt zuverlässig empfindliche Kanten. Das stoßabfedernde Material der Profile umgreift die Kanten und besitzt hervorragende Dämmeigenschaften. Die Profile eignen sich auch für die Innenverpackung. 

Empfindliche Eckenbereiche: 
KEMAwell-Kantenschutzecken aus Karton: geben empfindlichen Eckenbereichen ein zuverlässiges Polster. Die Ecken bestehen aus mehreren Lagen Wellpappe, die miteinander verleimt wurden und dadurch eine hervorragende Stoß- und Dämmeigenschaft bieten. Sie können die Ecken mehrfach verwenden und dann als Altpappe entsorgen. 

Unser Rat: Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten.

Stretchfolie - Welche Folienstärke?

Eine Wissenschaft für sich, denn viele Faktoren spielen hier mit: Einerseits beeinflusst das Packgut selber die Wahl der Stretchfolie, andererseits sind die Umwelteinflüsse beim Transport und bei der Lagerung ebenfalls zu berücksichtigen. Ob per Bahn, Lastwagen, Schiff oder Flugzeug transportiert, die klimabedingten Belastungen sind unterschiedlich.

Grundsätzlich ist bei der Wahl der Folienstärke unter anderem folgendes zu beachten:

  • Die Größe und die Form der Packstücke.
  • Die Stabilität der Kartonagen (1-wellig/ 2-wellig).
  • Die Palettenhöhe.
  • Die verfügbaren Wickelprogramme.
  • Das Reck und Dehnvermögen des eingesetzten Stretchers. 


Unser Rat: Nutzen Sie den Erfahrungsschatz eines fachkundigen Beraters.

Welche Abmessungen beim Kantenschutz einsetzen?


Schenkelabmessung: 
Übliche Schenkelabmessungen von Standard-Kantenschutzprofilen sind 35 x 35 mm,
50 x 50 mm, 60 x 60 mm und 80 x 80 mm, wobei die Schenkelbreite üblicherweise auf der Schenkelaußenseite gemessen wird. Zusätzlich zu diesen Standards entwickeln sich immer mehr Spezialformate, die im wesentlichen nur ein Ziel haben, nämlich den Materialeinsatz zu verringern, und damit ein kostengünstigeres Produkt anbieten zu können. So findet man z.B. Winkel im Format 75 x 75 mm anstatt 80 x 80 mm oder 45 x 45 mm, in letzter Zeit auch 40 x 40 mm anstatt 50 x 50 mm. 

Profilstärke: 
Die Stärke der Kantenschutzwinkel beträgt meist 3 mm, aus Kostengründen werden auch Profile mit 2 mm Stärke eingesetzt, und für starke Beanspruchung finden Materialstärken von 4 mm, 5 mm oder sogar 6 mm Verwendung. 

Profillänge: 
Die Länge der Schutzprofile wird normalerweise vom Endverbraucher definiert. Besonders beliebt sind Längen von 700 mm und 1.100 mm, da sie gut in Verbindung mit Europaletten harmonieren. Im Obst- und Gemüsebereich dominiert die Länge von 1.800 mm. Grundsätzlich bieten alle bekannten Hersteller wahlweise Längen im Bereich von 50 mm bis zu in Ausnahmefällen 8.000 mm an. Im Normalfall werden die Kantenschutzwinkel inline, d.h. während des endlosen Fertigungsprozesses abgelängt. Aus technischen Gründen ist dies bei Längen unterhalb von 700 mm bis 1.000 mm nicht mehr möglich, und das Ablängen muss in einem separaten Arbeitsgang erfolgen; hier wird deshalb normalerweise ein Schneide- oder Kürzungskosten-Zuschlag berechnet.

Weshalb Kantenschutz-Profile aus PE-Schaum einsetzen?

KEMAform-Kantenschutzprofile sind maßgeschneiderte Produktlösungen für verschiedenste Industriezweige. Gefertigt aus 100% recyclingfähigem PE-Schaum dienen sie als Schutzpolsterung für den Transport und die Einlagerung von Produkten aus der Automobil-, Elektro-, Möbel- und Sanitärbranche. Entsprechend Ihren individuellen Kundenanforderungen werden sie in verschiedenen Formen, Dichten und Größen entwickelt und hergestellt. Alle Profile werden entweder in der Standardlänge von 2.000 mm geliefert, die Sie durch einfaches Schneiden bearbeiten und somit in jede gewünschte Länge bringen können, oder Sie geben diese gleich beim Kauf an und bekommen die Kantenschutzprofile bereits geschnitten geliefert. 

KEMAform-L-Profile
Mit KEMAform-L-Profilen bewahren Sie insbesondere Spiegel, Glaswaren, Möbel, Badeinrichtung und weitere leicht zerbrechliche Gegenstände vor Schäden. 

KEMAform-G-Profile
Badeinrichtungen und Tische schützen Sie am besten mit KEMAform-G-Profilen. 

KEMAform-Omega-Profile
KEMAform-Omega-Profile werden hauptsächlich als Schutz für Glaswaren, Spiegel, Möbel und Badeinrichtungen eingesetzt. 

Produktvorteile: 

  • Leichte und wirksame Schutzpolsterung. 
  • Idealer Schutz für empfindliche, leicht zu beschädigende Produkte.
  • Einfach anzuwenden. 
  • Optimale Längenanpassung durch einfaches Schneiden. 
  • Auch selbstklebend verfügbar.
     

Wichtige Eigenschaften einer Stretchfolie

Hohe Reißfestigkeit (laut DIN EN ISO 527-3). 
Hohe Streckgrenze. 
Hohe Durchstoßfestigkeit. 
Gute Haftfähigkeit der Folienlagen aufeinander. 
Gute Rückstellkraft. 
Geringe Einschnürung (Taillierung). 
Hohe Dehnbarkeit. 

Unser Rat: Nutzen Sie den Erfahrungsschatz eines fachkundigen Beraters.

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